Spatenstich für den neuen PunkAplatz

Dankesrede zum Spatenstich für den neuen PunkAplatz auf dem ehemaligen Gelände der Wagenburg am Stau. Geladen hatte Firma Oetken:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind an diesem symbolträchtigen Tag versammelt um den ersten Spatenstich für die Neubesiedlung des Jahrhundertprojekts „Wasserstadt“ zu verwirklichen. Bis dorthin sind es viele Schritte gewesen. Seit 2005 schwärmt die Stadtverwaltung von dieser Vision. Die Kündigung der Wagenburg war ein weiterer Meilenstein bei der Verwirklichung des Projekts. Es hat viel Muße und Kraft gekostet die Bewohner_innen von der Wagenburg, zu vertreiben wäre zu hart ausgedrückt, doch sie mußten gegangen werden.

Um es mit den Worten von Rudi Völler zu sagen: „Zu 50% haben wir es geschafft, aber die halbe Miete ist das noch nicht!“

Dieser Tag soll in die Stadtgeschichte der Kulturmetropole Oldenburg als der Tag eingehen, an dem der PunkAplatz endlich sein neues Zuhause erschlossen hat. Auch wir waren vom Vorschlag der Stadtplaner_innen überrrascht. Dies zeigt, wie reibungslos das kulturelle Leben in der Übermorgenstadt Oldenburg problemlos und kreativ gefördert wird. Denn auch der Umzug des PunkAplatzes durch großzügige Finanzierungshilfen wurde uns zugesichert um die Unkostenprobleme zu beseitigen. Diese Verhandlungen, die immer auf Augenhöhe geführt wurden, haben unser Bild der Stadtpolitik vollkommen verändert. Uns wurde die Hand gereicht und wir haben sie mit einem Kuss entgegen genommen, und nur deshalb sind die Beteiligten an diesem Projekt der Einladung des PunkAplatzes gefolgt und hier erschienen. Vielen Dank an Sie!

Zum Ende dieser Rede möchte ich die vielen Vorzüge dieses Entschlusses hervorheben: Die hiermit erzielten Einsparungen werden der Wissenschaftsstadt 2009 und damit uns allen zu Gute kommen. Jetzt, da der PunkAplatz den Bau der neuen Anlagen überflüßig gemacht hat, ist auch dieses kostenintensive Bauvorhaben sofort hinfällig geworden. Auch die Verhandlungen mit dem PunkAplatz über ein neues Gelände sind somit zu Gunsten aller Beteiligten optimal gelöst worden.

Um mich von Ihnen zu verabschieden noch ein Zitat von Daniela Katzenberger: Das Leben ist wie ein Schlübber, entweder er sitzt oder es ist beschissen.

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Der dazugehörige Flyer:

Hier entsteht der neue PunkAplatz? Schön wärs!

..Wie schon die Wagenburg müssen nun auch wir – der PunkAplatz Oldenburg – für städtische Bauvorhaben weichen.

Der PunkAplatz – Was ist das überhaupt?
Der PunkAplatz ist in den letzten 15 Jahren, so etwas wie ein zu Hause geworden und in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Straßensozialarbeiter_innen entstanden.
Bevor wir auf das jetzige Gelände hinter den MACO-Möbelhallen zogen, wurden wir bereits einmal, damals durch den Abriss des alten Donnerschweer-Stadions, durch städtischen Willen vertrieben. Ohne das Stadion fehlte ein Ort an dem wir uns ohne Zwänge aufhalten können und so kam es, als Reaktion auf die Vertreibung, u.a. zu der Besetzung der ehemaligen Diskothek „Renaissance“.
Auch unsere Anwesenheit in der Innenstadt war dem City Management Oldenburg und den staatlichen Behörden ein Dorn im Auge.
Mit dem Umzug auf das jetzige Gelände entstand eine Einigung zwischen uns Punks, den Straßensozialarbeiter_innen und der Stadt Oldenburg.

Vertraglich wurde bei dieser Einigung festgehalten, dass die Stadt uns bei einem erneutem Umzug einen Alternativplatz zur Verfügung stellen muss –
Und genauso sieht es aus: Mit dem für 2015 geplanten Bau des Wendehafens stellt sich für uns wieder die Frage: „WOHIN?“

Zwar wurden einige Vorschläge für einen neuen Standort seitens der Stadt, wie auch von uns gemacht, doch zu einem Vertragsschluss kam es bisher noch nicht! – Und jetzt?
Fest steht, dass wir ab Oktober diesen Jahres umziehen sollen – Aber wohin?
Geplant ist eigentlich der Umzug auf ein Grundstück am Drielaker See, doch ist der Unmut des Vereins „Gartenfreunde Osternburg e.V.“ über unsere Nachbarschaft groß. Persönliche Gespräche zwischen uns und dem Verein scheinen nicht gewünscht und somit bleibt für uns die Frage – „WOHIN?“

Was wir wollen? – Wir möchten einen offenen Austausch und einen vergleichbaren Alternativplatz anstatt kostspielige Bauvorhaben der Stadt, bei denen der Nutzen fraglich ist und gelebte Subkultur weichen soll!
PUNKAPLATZ OLDENBURG

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