Freiräume erkämpfen und verteidigen!!!!!

Demo-Redebeitrag (21.9.13) zur aktuellen Situation des PunkAplatzes:

Wir, der Punkaplatz Oldenburg, finden den Anlass der heutigen Demo traurig.
Aber nicht nur traurig, sondern auch wütend! Durch den zerstörerischen Akt der Baufirma am Mittwoch ist das Haus Friedensbruch unnutzbar gemacht worden. Dadurch wurde uns ein Stück Kultur und Freiraum genommen.
Die Gesamtsituation nervt und macht uns wütend: Die Wagenburg soll einem Yuppieviertel weichen und die Proberäume, neben der ehemaligen Diskothek „Remix“, sind diesem Schickimicki-Projekt bereits zum Opfer gefallen. Auch das Haus Am Stadtmuseum 15, inklusive dem Polyester, ist zu einem Spekulationsobjekt gemacht worden.
Auch wir, der Punk-A-Platz, sind aktiv von der Verdrängungspolitik der Stadt betroffen. Aus unserem Gelände soll ein Wendebecken für riesige Containerschiffe werden. Mittlerweile besteht der Punk-A-Platz seit fast fünfzehn Jahren und ist für viele Menschen ein zu Hause geworden. Wie Menschen sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln, so ist auch unser Platz gewachsen. Der Platz ist nicht nur ein Wohnraum sondern ein Freiraum, wo wir Leben, uns aufhalten aber auch ein Ort für alternative Kulturveranstaltungen, wie z.B. kostenlose Konzerte.

Jetzt kurz ein paar Worte zur Entstehung des Punk-A-Platzes:

Punks besetzten in den Neunzigern das leerstehende Donnerschweer-Stadion. Nachdem dieses abgerissen wurde, trafen wir uns in der Innenstadt. Die Geschäftsleute des City-Management- Oldenburgs fühlten sich allerdings durch unsere Anwesenheit gestört und es folgten Schickane, wie zum Beispiel ständige Platzverbote in der gesamten Innenstadt. Trotz der Repressalien blieb die Innenstadt vorerst unser Treffpunkt. Daraufhin kam auch die Stadt zu der Erkenntnis, dass die Punks ein Areal brauchen und es wurde nach einer Lösung gesucht. Die Lösung war, ist und bleibt der heutige Punk-A-Platz!
Die Stadt dagegen sieht vor, dass wir für ein Wendebecken weichen sollen. Schon seit geraumer Zeit heisst es wir sollen umziehen, aber wohin eigentlich? Die wenigen, angebotenen Gelände sind entweder indiskutabel, oder es ist seitens der Stadt unsicher, ob diese wirklich für uns zur Verfügung stünden. Sowohl der Zeitpunkt unseres möglichen Umzuges, als auch ein Ausweichplatz sind völlig unklar.

Seit Anfang Mai stehen die Verhandlungen seitens der Stadt still und deshalb steht es für uns fest: Wir werden uns, ohne akzeptables Angebot,  nicht bewegen!

Wir solidarisieren uns mit der Wagenburg und dem Haus Friedensbruch – Generell gilt: Freiräume erkämpfen und erhalten!

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